Businessplan erstellen – 10 Killerargumente dagegen und Tipps, warum es sich doch lohnt

By Michaela

Dezember 30, 2020


Businessplan erstellen ja oder nein? Diese Frage erhitzt viele Gemüter. Die einen sagen er ist Quatsch, weil es ein Blick in die Glaskugel ist. Weil die Vorhersagen niemals eintreffen werden. Das andere Lager sagt, unbedingt erforderlich, ein wahrer Augenöffner. Der Businessplan liefert ungeahnte Impulse, die du nicht verpassen darfst.

Schaffe ich es, dass du am Ende dieses Artikels ankommst, weißt du viel mehr als den theoretischen Inhalt, den es zur Erstellung eines Businessplan braucht. Ich nehme, die meiner Meinung nach teils berechtigen Kritikpunkte unter die Lupe.

Vor allem verrate ich dir, warum du deinen Businessplan am Ende lieben wirst, auch wenn er niemals so eintrifft, wie du ihn niederschreibst.

Es ist das Ziel des Businessplan, dass du und der Leser sich von Abschnitt zu Abschnitt mehr in das Dokument verlieben. Dein Businessplan soll einen Sog entwickeln. Das Bedürfnis wecken, am Erfolg der Geschäftsidee mitzuwirken und/oder den Wunsch zu hegen, den Bestellbutton zu klicken, um das angebotene Produkt oder die Dienstleistung direkt zu kaufen.

Mach aus der lästigen Pflichtübung eine Kür. Erstelle ihn mit Herzblut, dann wirst du  bei jedem Satz, bei jeder Zahl, die du mitaufnimmst denken: YES, die Geschäftsidee ist genau das, was ich auf den Weg und zum Erfolg bringen willst. Der Plan passt zu mir, meinen Werten, meiner Expertise und zu meinem Leben. Du erkennst, wie du ihn strukturieren musst, damit er profitabel ist. Er ist so attraktiv, dass er die richtigen Menschen zu dir bringen wird. Egal ob Kunden, Kooperationspartner, Banken, Investoren...  

Am Anfang denkst du evtl. du erstellst das Dokument für andere, weil er erforderlich ist, um Geld zu bekommen. Wenn du ihn durch meine Brille sehen kannst, weißt du welcher Schatz wirklich darin liegt. Er wird sicher nicht anschließend in der Schublade verstauben. Im Gegenteil, er wird dein roter Faden, mit dem du fokussiert in die Umsetzung gehen kannst.

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YES! Da gebe ich dir absolut Recht. Ich glaube nicht, dass es auch nur einen Businessplan gibt, der zu 100% eintrifft. Und es ist gut, wenn du dir genau darüber im Klaren bist. Warum rate ich dir trotzdem dich damit auseinanderzusetzen? Alternativ könntest du am Produkt arbeiten, den Vertrieb in Gang zu bringen... Du hast eh zu wenig Zeit und die, die du hast willst du produktiv nutzen um voranzukommen.

Das eine schließt für mich das andere nicht aus! Einen Businessplan zu erstellen, ist nicht dazu da, um ihn genau einzuhalten. Er hilft dir herauszufinden, ob deine Geschäftsidee, mit den Parametern, die du zugrunde legst funktioniert. Das gibt dir aber auch möglichen Geldgebern die Möglichkeit dein Konzept zu verstehen und darauf basierend erste Entscheidungen zu treffen.

Wenn du einmal verstanden hast, wie es geht, kannst du jederzeit alternative Szenarien erstellen. Und genau dieses Können, zeigt außenstehenden, dass du in der Lage bist dich unternehmerisch mit deinem Business auseinanderzusetzen. Das Zutrauen in deine Unternehmerpersönlichkeit ist eines der Top-Beurteilungskriterien von Investoren.

Es mag sein, dass es Unternehmen gibt, die überhaupt nicht wissen können, was am Ende rauskommt, weil ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zugrunde liegt. Aber selbst in dem Fall würde ich behaupten gibt es berechtigte Anforderungen zu planen und Rahmenbedingungen zu setzen. Wie hoch ist das Budget, das von Investoren zur Verfügung gestellt wird? Wie viele Mitarbeiter sind beteiligt, welche Partner involviert, gibt es schon etwas in der Art, was rauskommen kann/soll auf dem Markt...

Ein Businessplan muss nicht so ausgelegt sein, dass in den ersten 3 Jahren ein Profit rauskommt. Es kann auch sinnvoll einen maximalen Kostenrahmen zu setzen.

Und selbst wenn? Frage dich, ob diese ungewöhnlichen Randbedingungen für dein Geschäftsmodell zutreffen? Bringst du eine Weltneuheit auf den Markt, für die dir ein Investor Geld gibt, egal wie viel du brauchst? Wenn das nicht zutrifft, empfehle ich dir mindestens einmal einen Businessplan zu erstellen.

Die Vorhersagen des Businessplan müssen mit Gewalt eingehalten werden

Eins vorweg. Die Aufgabe des Businessplan ist es dir zu dienen und nicht umgekehrt.  Ich empfehle dir investiere so viel Herzblut in das Dokument, dass es am Ende deinen Traum, deine Vision abbildet. Mag sein, dass die ursprüngliche Intention die Kapitalbeschaffung/ Beantragung des Gründungszuschuss ist. Mach den Plan zu deinem Plan. Alles andere erfüllt im besten Fall kurzfristig seinen Zweck aber irgendwann holt dich die Realität/das Leben ein. 

Sobald du feststellst, dass du falsche Annahmen getroffen hast, dass die Rahmenbedingungen sich anders entwickelt haben als gedacht, die Positionierung nachgeschärft werden muss, ... gibt. Dann ist es deine unternehmerische Pflicht zu reagieren und entgegen der Planung auf dem Papier eine Entscheidungen zu treffen. Dabei ist wichtig, dass du die Verantwortung dafür übernimmst. Am Ende bist du für den Erfolg deines Business verantwortlich und NICHT der Businessplan.

Wenn du Investoren, Banken oder sonstige Partner im Boot hast, nimm diese mit auf dieser Reise. Steh hinter den notwendigen Abweichungen, mach Vorschläge und gehe aktiv in die Diskussion. Alles ist besser als einem falschen Plan zu folgen. Wenn du mit guten Argumenten den Plan änderst und deine Ansprechpartner involvierst, werden sie dich (wenn es die richtigen Partner sind) dabei unterstützen.

Das Business Model Canvas gibt genug Anhaltspunkte für Entscheidungen - Der Businessplan ist antiquiert und viel zu aufwendig

Als ich 2017 das erste Mal mit dem Business Model Canvas in Berührung kam, habe ich mich quasi schockverliebt. Es gab plötzlich ein Werkzeug, mit dem Planung von Anfang an Spaß macht, das mit wenigen Post-its, die wesentlichen Bereiche eines Business abbildet. Wichtige Zusammenhänge siehst du auf den ersten Blick. Es flexibel ist im Handling. Ich kann es mir, z.B. auf einem Flipchartbogen aufgemalt und beklebt, an die Wand hängen und ganz easy regelmäßig ohne viele Aufwand auf den aktuellen Stand bringen. Aus meiner Sicht ist das Business-Model-Canvas ein laufendes Must-Do für jeden Unternehmer. 

Bevor ich Kunden bei der Erstellung ihres Businessplans unterstütze, empfehle ich, das Business-Model-Canvas auszufüllen. Ist das erledigt, hat man schon die perfekten Zutaten für den Textteil des Businessplan. Jetzt noch die Wettbewerbs-, Standort-, Risiko- und Chancen-Analyse ergänzt und das Ding steht. Im Anschluss die Zahlen ausarbeiten. Fertig ist der Businessplan.

Ein Business Model Canvas zu erstellen ersetzt für mich keineswegs, die wesentlichen Punkte auch mal ausformuliert aufs Papier zu bringen und mit Zahlen zu belegen.

Regelmäßig zu hinterfragen, welche wertvollen Rückschlüsse aus der Vergangenheit gezogen und für die Zukunft gewonnen werden können. In welchem Detailgrad diese Überprüfung stattfindet, das wird sich über die Zeit zeigen und kann je nach Unternehmertyp und Unternehmensart anders ausfallen.

Es gibt genug erfolgreiche Unternehmer, die noch nie einen Businessplan erstellt haben

Das mag sein. Aber rechtfertigt es dadurch deinen unternehmerischen Blindflug? Und wer weiß, ob sie mit einem Businessplan nicht noch erfolgreicher wären. Was nützt es dir, wenn andere ohne Businessplan ans Ziel kommen? Sind deren Erfolgsparameter auch auf dich als Unternehmer und dein Business übertragbar? Weißt du, was sie tatsächlich im stillen Kämmerlein durchdacht und evtl. doch konkret geplant haben?

Schadet es deinem Business bzw. langweilt es dich tatsächlich, wenn du dich strategisch damit auseinandersetzt und auch mal den einen oder anderen Punkt niederschreibst? Stört dich evtl., dass du dich dadurch der Meinung anderen aussetzt, weil du deine Idee durchs Aufschreiben messbarer und begreifbarer machst? Würdest du dein Kind einfach ins Wasser werfen, damit es schwimmen lernt, weil es evtl. Menschen gibt, die sagen, das ist die schnellste Methode um Schwimmen zu lernen?

Der Businessplan klaut jegliche Kreativität und Flexibilität des Unternehmers

Keine Angst, der Businessplan legt dir kein Korsett an. Die Vision rückt darf nicht in den Hintergrund rücken. Schon gar nicht dürfen die Struktur und die Zahlen des Businessplans sklavisch deine Unternehmensführung beeinflussen. Ich sehe den Businessplan als roten Faden, der dir hilft mit Fokus in die Umsetzung zu gehen. Er gibt dir klare Ziele vor und hilft dir die Zielerreichung im Auge zu behalten. Aus meiner Sicht ist es falsch interpretiert, wenn du dich dadurch abhalten lässt deine Träume zu träumen, zu experimentieren, innovativ zu sein, auch mal ein Risiko einzugehen, in dem du neue Wege gehst oder die Richtung änderst.

Du darfst nach wie vor alles tun. Was ich dir aber empfehle, tue es bewusst. Frage dich immer trägt die Änderung dazu bei, dein großes Ziel zu erreichen. Stellst du dabei fest, es ist ´nur´ eine Laune ist. Sei es, dass du gefühlt nicht schnell genug vorankommst, es gerade unbequem wird, es Widerstand im Umfeld gibt, du deine Komfortzone verlassen musst, du lieber wieder was Neues anfängst, das dir mehr Spaß macht und auch Erfolg bringen kann... Dann rate ich tatsächlich zur Vorsicht. Bist du aber davon überzeugt, dass die Planabweichung richtig ist und du bereit bist die Konsequenzen dafür zu tragen, dann ´Go for it´!

Übrigens, auch eine gesunde Fehlerkultur gehört zum Unternehmertum. Hinfallen, aufstehen, aus den Fehlern lernen. Daran wächst du als Persönlichkeit über dich hinaus. Du schaffst den Raum für einen Weg der am Ende nicht 0815 ist, sondern, dein eigener Weg, der dich auszeichnet und einzigartig macht. Der aus deinem Unternehmen, ein Unternehmen macht, dass ich von anderen abhebt und nicht nur für dich, sondern auch für Dritte interessant und begehrenswert ist.

Einen Businessplan erstellen ist Zeitverschwendung, das delegiere ich an meinen Berater

Ein Businessplan der deine Vision abbilden soll, sollte von dir begleitet werden bis er final zu Papier gebracht ist.

Wenn du Probleme hast die richtigen Worte zu finden und/oder die Tabellen zu befüllen, dann suche dir einen Berater, der dich versteht und dem du vertraust. Aber weiche nicht von seiner Stelle bis du jeden Satz und jede Zahl, die am Ende drin stehen verstanden hast und auch dahinterstehst. Seid ein Team. Nutzt euere beiden Köpfe, um Ideen kritisch zu hinterfragen, um auf neue Impulse zu kommen und bei Herausforderungen direkt Lösungen zu finden. Nutze Strategien, die sich vielfach bewährt haben und vermeide Fehler, die viele andere evtl. schon vor dir gemacht haben und die einfach zu vermeiden sind. Ein guter Berater ist Gold wert.

Es geht nicht nur darum, dass die Tabellen fehlerfrei gerechnet sind. Das ist Fleißarbeit und rechnerisch oft nur plus/minus mal und geteilt. Das ein Businessplan inhaltlich deine Vision aufzeigt und du dich darin wiederfindest, das kannst und solltest du nicht delegieren.

Indem du dich mit Herzblut und Verstand in den Erstellungsprozess reinhängst übernimmst du auch Verantwortung für deine Idee. Es geht nicht darum, am Ende zu, falls es schiefgegangen ist zu sagen, der Existenzgründungs-/Unternehmensberater hat falsch geplant. Er oder sie ist schuld. Was bringt dir das am Ende? Nicht wirklich viel, oder? 

Ich kann nicht mit Zahlen umgehen, meine Stärke liegt an ganz anderen Stellen

Ich verstehe, dass du Respekt davor hast Tabellen auszufüllen, die über deine Zukunft und gegebenenfalls auch über die deiner Familie, Mitarbeitern, Lieferanten ... entscheiden. Um die Zahlen zusammenzustellen, musst du weder ein Genie in Mathe noch in Excel sein. Ich verspreche dir, wenn du es schaffst dich inhaltlich mit deinem Businessplan zu identifizieren, werden aus den abstrakten Zahlen plötzlich deine Zahlen, die deinen Traum abbilden. Du wirst lernen und Spaß daran haben mit den Parametern zu spielen.  Zu schauen, welche Auswirkung das Verändern einer Stellschraube hat. Du wirst dich selbst in der Rolle als Unternehmer wahrnehmen, der weiß, was er tut. Die Transformation vom Gründer mit einer guten Idee zum selbstbewussten Unternehmer, der gekonnt sein profitables Business auf- und weiter ausbaut, ist ein Meilenstein für deinen Geschäftserfolg. Diesem Meilenstein kommst du ein großes Stück näher, in dem du dich auch für die wesentlichen Kennzahlen deines Unternehmens interessierst und sie verstehst. 

Verstehe mich nicht falsch. Das heißt nicht, dass du das Tagesgeschäft, das mit den Zahlen verbunden ist, nicht schnellst möglichst abgeben darfst. Das ist sogar sinnvoll, wenn deine Kernkompetenz und Zone of Genius anderer Stelle liegen. Du solltest es aber immer oberste Priorität sehen, zu verstehen, was dir vorgelegt wird und zu wissen, wo du dein Unternehmen hinsteuern möchtest.

Ein Businessplan ist ein Thema für Gründer oder bei der Kapitalbeschaffung

Ja und nein. Klammere dich nicht an den Begriff Businessplan. Wichtig sind die Themen, die enthalten sind. Deine Strategie und einige Kernzahlen in Augenschein zu nehmen verliert nie an Aktualität. Natürlich musst du es nicht immer in der klassischen Form eines Businessplan niederschreiben. Aber einen Blick in die Zukunft zu werfen und die Themen für Planungszwecke zu durchleuchten gehört in jeden ordentlichen Planungsprozess. Der Finanzteil heißt dann eben Budgetierung und darf so strukturiert sein, wie er dir den größten Nutzen bringt.

Auch der Blick in die Vergangenheit, 1x oder 2x im Jahr (je nachdem was du machst auch gern öfter) hilft dir zu überprüfen, wieso etwas eingetroffen ist oder auch nicht. Nutze diesen Blick, um für die Zukunft zu lernen und noch treffsicherer zu werden. Hast du Fehler gemacht? Ist etwas richtig gut oder ganz anders gelaufen als erwartet? Die Hintergründe zu verstehen hilft dir deine unternehmerischen Entscheidungen zu treffen.

Hänge dich nicht ans Wording ´Businessplan´ - Wesentlich ist, dass du dich mit deinem Business beschäftigst und dass du auch dazu in der Lage bist Ideen aufs Papier zu bringen und mit Zahlen zu bestücken! 

Der Businessplan ist losgelöst vom Unternehmer als Mensch und seinen Bedürfnissen

Bevor du mit dem Business-Model-Canvas startest und bevor du den Businessplan erstellst, empfehle ich dir dich intensiv mit dir und deinem WARUM auseinanderzusetzen.

Oft gründen Menschen aus einer Situation heraus, die ihnen ein ´weg von´ etwas ermöglicht. Weg von einem Job der nicht ausfüllt, weg von blöden Kollegen, unbequemen Chefs, schlechter Bezahlung, einem Umfeld, das nicht inspiriert, raus aus der Arbeitslosigkeit. Die Gründe können vielfältiger nicht sein. Diese Gründe sind auch oft hilfreich, damit du dich traust den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Gründe sind aber kein Argument für andere, um dein Produkt oder deine Dienstleistung zu kaufen. Deshalb halte ich es für unabdingbar, dass du ehrlich zu dir bist, warum du springen willst. Im nächsten Schritt überlege, was treibt dich an. Suche hier Argumente, die außerhalb dem Ziel: finanzieller Unabhängigkeit liegen. Denn auch das ist kein Kaufargument für andere. 

Spannend wirst du für andere, wenn du deinem ´wahren Antrieb´ auf die Spur kommst. Was bewegt dich, wofür brennst du und was kannst du in die Welt bringen, mit dem du andere begeisterst und einen Mehrwert für deren Leben lieferst. Fällt dir hierzu etwas ein, bist du auf einer heißen Spur.  Hast du dein WARUM gefunden gibt dir das die Kraft und die Ausdauer, die notwendig sind, wenn du dein Business aufbaust. Du wirst oft etwas tun müssen, was außerhalb deiner Leidenschaft und deiner Komfortzone liegt. Hast du dein WARUM für dich gefunden wird es dir ´Flügel verleihen´ diese Arbeiten zu erledigen und auch evtl. finanzielle Durststrecken zu überstehen. Selten startet eine Selbstständigkeit direkt mit der finanziellen Unabhängigkeit und freien Zeiteinteilung, von der so viele träumen.

Traue dich nach außen zu kommunizieren, was dein innerer Antrieb ist. Menschen kaufen von Menschen! Das gilt nicht nur für Kunden, sondern auch für zukünftige Mitarbeiter, Partner, Investoren bis hin zu deiner Familie, die dich auf deinem Weg unterstützen möchten. Die Beziehungen, die du hier aufbaust, haben eine große Chance nachhaltig und erfolgreich zu sein, wenn du Menschen findest, die sich mit deinem WARUM identifizieren und ähnliche Werte vertreten, wie du.

Genau deshalb sehe ich dieses Thema als wesentliche Vorarbeit, die du für dich erbringen darfst, bevor du in den Planungsprozess und mit dem Ausformulieren anfängst. Je mehr Klarheit du in dem Punkt für dich hast, desto näher wird auch dein finaler Businessplan an deinem WARUM und deinem Lebenskonzept ausgerichtet sein. Es liegt an dir es mit einfließen zu lassen und klar zu kommunizieren.

Randbemerkung: Die Antwort auf die Fragen nach deinem WARUM wird nicht vom Himmel fallen. Gönne dir die Zeit, um eine Antwort zu finden.

Wieso gibt es eigentlich einen Text- und einen Zahlenteil?

Grundsätzlich steht in beiden Teilen das Gleiche drin. Der Textteil ist die Erläuterung dessen, was im Zahlenteil mit in EUR und Prozent abgebildet wird, um zu zeigen, ob das Geschäftsmodell tragfähig ist, ob evtl. Liquidität zugeführt werden muss. Welche Investitionen anstehen, wo es unter Umständen zu größeren Abweichungen zwischen dem steuerlichen Ergebnis und der Liquidität kommt...

Die meisten starten mit dem Fließtext. Nicht selten sind die Zahlen ein Augenöffner, der dir aufzeigt, dass der Traum vom Business, wie du es dir vorstellst so nicht funktioniert. Das heißt aber nicht, dass der Traum jetzt ausgeträumt ist. Vielmehr darfst du dich freuen, dass du diese Erkenntnis jetzt hast und nicht erst, wenn du mittendrin steckst und das Kind evtl. schon in den Brunnen gefallen ist.

Lass dich bitte nicht gleich vom ersten Ergebnis einschüchtern. Ich empfehle immer, nicht direkt zu glauben, was rauskommt auch wenn du es jetzt schwarz auf weiß vor dir hast.  Evtl. warst du zu konservativ mit deinen Annahmen. Lass erst mal wirken, was du siehst. Fange an mit den Zahlen zu ´spielen´. Ich sage ganz gern. In Excel kannst du dich innerhalb von 5 Minuten arm wie eine Kirchenmaus rechnen oder zum Millionär. Alles in der gleichen Tabelle, einfach, indem du einzelne Parameter veränderst.

Hinterfrage noch mal, ob die Zahlen, grundsätzlich den Inhalt deines Fließtextes abbilden. Sind die Parameter, wie Anzahl Kunde, Preis, Anzahl verkaufte Produkte/Dienstleistungen realistisch und so gewählt, dass du damit loslaufen kannst. Hast du evtl. Skalierungseffekte sowohl in der Preisgestaltung, als auch bei den Kosten berücksichtigt? Weißt du was es für die Kalkulation des Gewinns bzw. der Liquidität bedeutet, wenn du Investitionen tätigst, die über mehrere Jahre abgeschrieben werden?

Muster und Vorlagen für Businesspläne

Businessplan Vorlagen gibt es, wie Sand am Meer.  

Gute Quellen für Vorlagen sind z.B. Banken, die KfW, diverse Existenzgründerportale, z.B. des BMWi uvm.

Vorsicht: Achte darauf, dass deine Vorlage zu deinem Business passt. Es gibt gezielte Vorlagen für diverse Branchen...

Meine persönliche Meinung zum Thema

Ich bin ein großer Fan von einem vernünftigen Maß an Planung. Egal wie du es nennst, egal in welcher Tiefe du in den Prozess einsteigst, die Auseinandersetzung mit den Themen inkl. der Zahlen des Businessplans wird dich und dein Business weiterbringen. Voraussetzung du schreibst einen Plan, der wirklich DEIN Plan ist und nicht strategisch an dem ausgerichtet ist, was du denkst, was andere lesen wollen.

Ich hoffe, ich habe dir Lust machen und einige Einwände gegen das Erstellen eines Businessplan entkräften können.

Meine Vision ist es, dass Gründer zu selbstbewussten Unternehmern reifen die ein profitables Business aufbauen. 

Schluss mit unternehmerischem Blindflug, der trotz Vorliegen wertvoller Expertise und guter Geschäftsidee dazu führt, dass die Selbstständigkeit aufgegeben wird.

Nutze das Potenzial, das du mitbringst und greife dem Glück, ohne das es auch nicht geht, unter die Arme.

Brauchst Hilfe bei der Erstellung deines Businessplans oder möchtest du generell mal mit mir über deine Zahlen und die Strategie schauen. Buche dir jetzt ein unverbindliches Strategiegespräch.

Wie geht es dir mit dem Thema (Business-)Plan? Habe ich was vergessen? Hast du noch eine Frage oder Anmerkung? Ich freu mich über deinen Kommentar.

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